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Ölbohrinseln

Eine Bohrinsel, auch Bohrplattform genannt, ist eine künstliche Plattform zur Förderung von Rohöl oder Erdgas im Meer. Etwa ein Viertel der weltweit bekannten Rohölvorkommen liegen nämlich unter Wasser. Derzeit werden Bohrinseln in der Nordsee, dem Golf von Mexiko, in Aserbaidschan  und vor der Küste Westafrikas eingesetzt.Die Bohrinsel übernimmt die Förderung, Aufbereitung und den Weitertransport des Erdöls oder Erdgases und ist beweglich. Nachdem ein Vorkommen erschöpft ist, kann die Bohrinsel zu einer anderen Bohrung geschleppt werden.

Man unterscheidet technisch fünf Arten von Bohrinseln:

  • Die Bohrplattform befindet sich auf einem festen Sockel aus Beton oder Stahl
  • Hubbohrinseln (Jack-up rigs) stehen auf Gerüstbeinen und sind vertikal beweglich (Einsatz bis 130m Wassertiefe)
  • Die Halbtaucherinsel schwimmt durch Pontons über den Bohrlöchern und wird per Anker und mit eigenen Antrieben, die per GPS gesteuert werden, auf Position gehalten. Sie eignet sich auch für hohen Wellengang und Wassertiefen bis 3.500 Metern.
  • TLP ist der Halbtaucherinseln ähnlich, wird jedoch über schwere Stahltrosse unter starker Spannung an der richtigen Position gehalten.
  • Bohrschiffe werden bei sehr großen Wassertiefen größer als 3.000 Meter eingesetzt.

Auf größeren Bohrinseln arbeiten hunderte von Menschen, die meisten bleiben für 16 Tage auf den Plattformen und leben dort in Wohneinheiten. Neben Einkaufsmöglichkeiten und Kantine sind auf einer großen Bohrinsel auch Freizeitmöglichkeiten wie Fitness-Studio, Billard oder Kegelbahnen gegeben.

Hier werden die größten Ölbohrinseln der Welt vorgestellt.