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Ölsand

Zu den größten Lagerstätten zählt das Ölsandvorkommen in Orinoco, Venezuela und das Athabasca-Vorkommen in Alberta, Kanada. Weitere größere Vorkommen gibt es im Nahen Osten und den USA.

Allerdings ist derzeit nur bei einem geringen Teil dieser großen Vorkommen die Förderung wirtschaftlich. Da die Förderung von Ölsanden im Tagebau oder in situ erfolgen kann, ist der Hauptfaktor bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung die Deckgebirgsmächtigkeit. Zum derzeitigen Stand ist die Förderung bis zu einer Grenze von 75 Metern wirtschaftlich.

Da die konventionellen Ölquellen laut der IEA (International Energy Agency) bereits 2006 das Fördermaximum (Peak Oil) erreicht haben, werden wohl in den nächsten Jahren verstärkt unkonventionelle Ölvorkommen wie Ölsand genutzt werden. Die Experten sind sich uneinig, ob damit schnell genug der Förderrückgang bei konventionellen Ölquellen ausgeglichen werden kann.

Förderung

Bei oberflächennahen Vorkommen, kann die Förderung im Tagebau erfolgen. Ansonsten wird im in-situ-Verfahren Bitumen gewonnen und verarbeitet bis es abgepumpt werden kann. Es gibt vier Verfahren, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Durch Wärmeeinwirkung wird das Bitumen fließfähiger gemacht, damit es abgepumpt werden kann.

  • SAGD: Wasserdampf wird in ein Bohrloch geleitet, das Bitumen über eine zweite Bohrung abgepumpt.
  • CSS: Es wird mit einem Bohrloch abwechselnd Wasserdampf eingeleitet und Bitumen abgepumpt.
  • THAI: Eine Luftspülung, bei der Luft in ein Bohrloch gepresst wird und das Bitumen durch eine zweite Bohrung abgezapft wird.
  • VAPEX: Die Lösung vom Sand findet bereits im Vorkommen statt. Durch die Einleitung von Lösungsmitteln wird das Bitumen vom Sand gelöst.

In der Weiterverarbeitung muss das Bitumen zunächst vom Sand getrennt werden. Anschließend wird per Upgrading aus dem Bitumen synthetisches Rohöl hergestellt.

Bildquelle: Flickr by Suncore Energie