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4-Jahrestief erreicht! Der Rohölpreis weiter im Sinkflug

17 Oktober 2014

Wir hatten vor zwei Wochen berichtet, dass sich der Rohölpreis dem Jahrestiefststand nähert. Dieser wurde schon kurz nach unseren Ausführungen erreicht. Anschließend setze der Rohölkurs seine beispiellose Talfahrt fort. Mittlerweile haben, sowohl der Brent Crude als auch die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI), den tiefsten Stand seit vier Jahren erreicht. Beide Sorten haben allein in den letzten drei Monaten rund 25 Prozent verloren. Aktuell notiert der europäische Brent Crude bei 84,78 US Dollar. Der amerikanische Western Texas Intermediate (WTI) wird mit 80,23 US Dollar.

Der Internationale Währungsfonds senkt die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft

Schwaches Wachstum in China, kaum Wachstum in der Europäischen Union, und jetzt meldet auch die amerikanische Wirtschaft schwächelnde Zahlen. Kein Wunder, dass der Internationale Währungsfonds, seine Wachstumsprognose deutlich gesenkt hat. Dies allein reicht schon, um einen sinkenden Rohölpreis zu rechtfertigen, denn Rohöl ist einer der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren.

Zudem befindet sich ausreichend Rohöl auf dem Markt. Zu einer Verknappung wird es in nächster Zeit nicht kommen, denn die OPEC fördert bereits, unter ihrer Kapazitätsgrenze. Zusätzlich setzten die Amerikaner weiter ihren Kurs fort und fördern ungeheure Mengen an Schieferöl. Die kritische Marke für die meisten Ölfördernationen liegt bei 90 US Doller pro Barrel. Jedoch nicht für die OPEC Staaten dort ist das Öl leicht zu fördern und selbst bei einem Preis von nur 60 US Dollar wirft es noch Gewinne ab. Die Amerikaner werden ihren Kurs fortsetzen, denn schließlich wird das meiste selbst geförderte Öl, auf dem heimischen Markt verbraucht. Ein niedriger Preis kurbelt demnach die Wirtschaft an.

Verlierer sind ganz klar die europäischen Ölfördernationen und vor allem die Nummer Eins auf dem Markt – Russland. Russland ist extrem Abhängig vom Ölexport, denn fast 50 Prozent ihres Haushaltes decken die Russen durch Rohstoffexporte. Die fallenden Preise bringen die russische Volkswirtschaft ernsthaft in Gefahr. Kein Wunder, dass kritische Stimmen, schon von einer Verschwörung sprechen.

Da die weitere Entwicklung, nur sehr schwer abzuschätzen ist, kursieren die fantasievollsten Anlagetipps unter den Tradern. Würde man heute, einen Optionsschein mit der Kursgrenze von 130 US Dollar kaufen und einem Knockout von 79 US Doller, könnte man theoretisch, maximal 1200 Prozent Gewinn mitnehmen. Schon allein diese Idee zeigt, dass selbst die Profis, von der momentanen Entwicklung überrascht sind.

Heizöl und Kraftstoff

Selten war das Tanken so günstig wie in diesen Tagen. Dies kann selbst der starke US Dollar nicht mehr ausgleichen. Wer seinen Heizöltank, noch nicht für den Winter befüllt hat, sollte jetzt seinen Versorger kontaktieren. Die Preise bewegen sich auf einem extrem niedrigen Niveau.