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Der Ölpreis: Die Aussichten für 2013

5 Januar 2013

In der ersten Handelswoche im neuen Jahr entwickelte sich der Ölpreis recht freundlich: Die Nordsee-Sorte Brent Crude legte um 0,7 Prozent auf 111,40 US-Dollar je Barrel zu. Die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) gar noch deutlicher um 2,5 Prozent auf 93,04 US-Dollar je Barrel.

Stabiler Ölpreis für 2013 erwartet

Experten rechnen für 2013 mit einem relativ stabilen Ölpreis – sofern sich nicht geopolitische Risiken entwickeln. Denn das Angebot und die Nachfrage sind ausbalanciert. Lediglich politische Krisen etwa um das Atomprogramm des Irans könnten dieses Gleichgewicht stören. Die meisten Banken rechnen in den aktuellen Prognosen deshalb mit einem seitwärtslaufenden oder steigenden Markt.

Der amerikanische Ölboom

Das Angebot an heimischem Öl weitet sich in den Vereinigten Staaten zunehmend aus: Nie zuvor seit der Aufnahme der Ölproduktion ist die Förderung auf dem amerikanischen Festland so stark gestiegen wie im vergangen Jahr. Neue Produktionstechniken ermöglichen es inzwischen Gas- und Ölvorkommen aus Schiefergestein auszubeuten. Auch 2013 soll diese Entwicklung anhalten und schon bald könnten die Vereinigten Staaten von Öl- und Gasimporten unabhängig sein und zum größten Energieproduzenten der Welt aufsteigen. Doch die neuen Verfahren sind nicht unumstritten, denn da umweltgefährdende Stoffe eingesetzt werden kann es bei falscher Handhabung zu Umweltschäden kommen.

Weil der zunehmenden Ölförderung nur ein moderates Wirtschaftswachstum in Nordamerika und damit nur eine geringe Nachfragesteigerung gegenübersteht, geriert der WTI-Kurs zuletzt unter Druck. Der Brent-Preis ist hingegen mehr von der asiatischen Ölnachfrage und der geopolitischen Entwicklung abhängig.