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Ein erfolgreiches Jahr für Öl – wie geht es 2017 weiter?

31 Dezember 2016

Rutschte der Ölpreis Anfang des Jahres noch unter 30 US-Dollar für das Fass, bewegt er sich aktuell auf deutlich höherem Niveau. Es brauchte erst die Einigung der OPEC-Staaten, um den Preisanstieg zu stabilisieren – auch wenn der Handel in letzter Zeit in ruhigen Bahnen verlief.

Kräftiger Anstieg im Ölpreis nun stabil

Während WTI nun bei knapp 54 US-Dollar je Barrel notiert, erreicht die Sorte Brent fast 57 US-Dollar je Barrel – und damit ein Niveau, das in diesem Jahr eine Premiere darstellt. Ausschlaggebend scheint die Tatsache zu sein, dass Russland sich wohl an die vereinbarten OPEC-Regelungen hält: So werden die Exporte in die Länder, die nicht zur ehemaligen Sowjetunion gehörten, im ersten Quartal 2017 um rund 0,7 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2016 sinken. Trotzdem steigen die Öl-Exporte Russlands insgesamt im ersten Quartal um 5 Prozent, wofür in erster Linie der Schwarzmeerhafen Noworossijsk frequentiert werden soll. Zahlreiche Experten erwarten einen weiteren Anstieg im Ölpreis, sollten alle OPEC-Mitglieder den getroffenen Vereinbarungen folgen.

Es gibt aber durchaus auch anderslautende Stimmen: Der französische Energiekonzern Engie meldete sich mit einer gewagten Prognose zu Wort und spekuliert auf einen drastischen Preisverfall in den nächsten Jahren. Als Grund nannten die Experten, dass Wasserstoff sich als effizienter Energieträger erweisen und Öl ablösen könnte. Gleichzeitig werden die Kapazitäten der regenerativen Energien immer weiter ausgebaut. Nicht zu verkennen ist jedoch die Tatsache, dass der Energiebedarf in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. Die Entwicklung bleibt also abzuwarten.

Alte Rohstoff-Abhängigkeiten und neue Technologien

Auch wenn die Aussichten durchaus ungewiss sind, präsentiert sich der Ölpreis durchaus stabilisiert – nicht einmal die überraschend gestiegenen US-Reserven konnten für drastische Bewegungen sorgen. So dürften auch die Bemühungen des scheidenden US-Präsidenten Obama, seinem Nachfolger noch einige Hürden in den Weg zu stellen, kaum Einfluss haben. Das Verbot der von Trump geplanten Öl- und Gas-Bohrungen vor Alaska und Neuengland wird von den enormen Vorkommen an Schieferöl in Texas und Nord-Dakota aufgefangen. Daher haftet diesen Beschlüssen in letzter Minute doch ein Hauch von Verzweiflung an.

Das neue Jahr scheint spannende Zeiten einzuläuten, die davon geprägt sein werden, fossile Brennstoffe Schritt für Schritt durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Diese grundlegenden Änderungen werden jedoch nicht von heute auf morgen zu realisieren sein. Um den Ölpreis werden sich also auch im nächsten Jahr zahlreiche Spekulationen ranken, davon können wir sicher ausgehen.