Home » oelpreis-news

Energieriesen mit erwartet Umsatzeinbußen

4 Mai 2015

Die Rohölpreise für den amerikanischen WTI (Western Texas Intermediate ) und der europäischen Ölsorte Brent Crude haben sich weiter stabilisiert. Dabei erreichte der Brent Crude erstmals in diesem Jahr die Marke von 65 US Dollar. Aktuell wird das amerikanische Rohöl (WTI) mit 59,40 US Dollar an den Börsen gehandelt. Der Brent Crude ist weiterhin im Aufwind, hier kostet ein Barrel (159 Liter) aktuell 66.49 US Dollar.

Verluste der ÖL-Multis geringer als erwartet

Nach dem verherenden Preisrückgang am Rohölmarkt haben die Raffinerien wie erwartet hohe Verluste eingefahren. Dabei kamen einige Ölmultis mit einem blauen Auge davon, denn sie haben auf den Preisabsturz sehr schnell reagiert. Sie begegneten der Krise mit einem drastischen Stellenabbau und einer Stilllegung ihrer Produktionsstätten. Der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Energieerzeugers Exxon Rex Tillerson, rechnete schon früh damit, dass sich der Ölpreis über einen längeren Zeitraum nicht erholen wird. Auch das britische Unternehmen BP (British Petroleum) fuhr erfolgreich diesen Kurs. Die Briten mussten im ersten Quartal zwar einen Umsatzrückgang von 20 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des letzten Jahres hinnehmen, verbuchten aber immer noch einen stattlichen Gewinn von 2,5 Milliarden US Dollar. Möglich war dies durch die geringeren Kosten im Rohölgeschäft. Auch Shell und Exxon wiesen bessere Zahlen aus als erwartet.

Drastische Einbrüche erlitt jedoch der norwegische Ölkonzern Statoil. Mehr als vier Milliarden Euro betrug das Minus im ersten Quartal. Jedoch ging hier ein Großteil auf die Kosten von hohen Abschreibungen in den Vereinigten Staaten. Zudem wurden hohe Summen für die Erforschung neuer Ölfelder investiert. Diesen Kurs möchte Statoil auch weiterhin bestreiten.

Die Ölmultis scheinen sich mit dem niedrigen Ölpreis arrangiert zu haben und Mittel und Wege gefunden, auch in diesen Zeiten Gewinne zu generieren. So sollten es auch die Anleger machen. Aufgrund der hohen Lagerbestände und der schwachen Konjunktur in den Industrienationen wird es so schnell keinen größeren Veränderungen des Rohölpreises geben.

Anleger sollten deshalb eher auf eine langfristige Strategie setzen, denn durch die geringere Fördermenge werden sich zwangsläufig die vollen Lager leeren. Die kann jedoch sechs bis acht Monate dauern, denn allein die Amerikaner horten immer noch die Rekordmenge von 430 Millionen Barrel.

Heizöl und Kraftstoff

Die Lage am Heizöl und Kraftstoffmarkt war in den letzten Wochen, durch den schwachen Euro diktiert. Jedoch legten die USA erneut schwache Wirtschaftsdaten vor. Somit scheint die Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank erst einmal vom Tisch. Der Euro konnte über vier Cent zulegen. Dadurch wird das Tanken wieder ein wenig günstiger.