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Goldman Sachs Analyst erwartet Ölpreis von 150 US-Dollar im Sommer

18 Januar 2013

Der Ölpreis legte in dieser Woche etwas zu: Die Nordsee-Sorte Brent Crude stieg im Wochenverlauf um 0,9 Prozent und kostete am Freitagabend 111,60 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) war am Freitag zu Börsenschluss mit 95,92 US-Dollar je Barrel bewertet und damit um 1,9 Prozent teurer als in der Vorwoche.

Goldman Sachs Chef-Analyst: 150 US-Dollar möglich

Unterdessen macht Goldman Sachs auch in diesem Jahr wieder Schlagzeilen mit Prognosen über einen hohen Ölpreis. Der Chef-Rohstoffstratege der Bank Jeff Currie hält im Sommer einen Ölpreis von 150 US-Dollar je Barrel für möglich. Offiziell rechnet Goldman Sachs für Dezember mit einem WTI-Ölpreis von 99 US-Dollar je Barrel und einem Brent-Ölpreis von 105 US-Dollar je Barrel.

Laut Currie sei trotz der boomenden Gewinnung aus Schiefergestein die Angebotssituation ungewiss: Denn um die Lieferausfälle durch das Iran-Boykott auszugleichen hat Saudi-Arabien bereits seine Produktion auf ein 30-Jahres-Hoch ausgebaut. Obwohl die weltweite Ölnachfrage langsamer wachsen wird, läge das Wachstum immer noch über dem Zuwachs der Förderung in den Nicht-OPEC-Ländern, so Currie. In vielen wichtigen Förderländern wie Ägypten, Iran, Irak, Libyen, Sudan, Syrien und Venezuela gebe es zudem politische Risiken, die unkalkulierbar seien. Allerdings würden auch Abwärtsrisiken bestehen, so der Analyst. „Obwohl wir mittelfristig Preisstabilität erwarten, ist die Wahrscheinlichkeit signifikanter Preisbewegungen 2013 nicht zu vernachlässigen“, so das Fazit des Rohstoffexperten von Goldman Sachs.