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Griechenland lässt den Rohölpreis weiter fallen

30 Juni 2015

Die politische Lage in Griechenland spitzt sich immer mehr zu. Die Krise drückt auch auf den Ölpreis. Sowohl der europäische Brent Crude als auch die amerikanische Ölsorte Western Texas Intermediate (WTI) verloren am Montag deutlich. Aktuell wird ein Fass (159 Liter) der amerikanischen Sorte mit ungefähr 58 US Dollar gehandelt. Der europäische Brent Crude notiert bei knapp über 61 US Dollar.

Griechenland Krise zwingt Ölpreis in die Knie

Der Rohölpreis hat in den letzten 12 Monaten satte 50% nachgegeben. Am Markt besteht ein großes Überangebot. Saudi-arabische und amerikanische Förderunternehmen bleiben stur und fördern immer größere Mengen des schwarzen Goldes. Doch diese Entwicklung könnte bald zu Ende sein, denn durch den bevorstehenden Austritts Griechenlands aus dem Euro dürfte der ohnehin schwächelnden Konjunktur einen zusätzlichen Dämpfer bereiten. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro hat nicht nur Folgen für die europäische Wirtschaft, sondern könnte global zu Verwerfungen führen. Deutlich ist dies am Abwärtstrend der verschiedenen Indizes zu erkennen.

Es stellt sich jetzt nur die Frage, ob Griechenland in letzter Minute einlenkt oder ob die griechische Regierung stur bleibt und nicht einlenkt. Am Mittwoch sechs Uhr mitteleuropäischer Zeit muss der Mittelmeerstaat 1,6 Milliarden Euro an den IWF (Internationaler Währungsfond) zurückzahlen. Allerdings wurde schon jetzt bekannt, dass Griechenland diese nicht zahlen werde. Die Folgen sind nur sehr schwer kalkulierbar. Im Vertrag der europäischen Staaten ist dieser Fall nicht vorgesehen. Es wird demnach extrem spannend, wie die Europäische Gemeinschaft auf die Zahlungsunfähigkeit der Griechen reagieren wird.

Wie auch immer die Situation gelöst wird, der Rohölpreis dürfte angeschlagen bleiben. Mit einer baldigen Erholung ist nicht zu rechnen. Es klingt makaber, aber jetzt bieten sich Gelegenheiten, aus der Krise Kapital zu schöpfen. Alle Indizes befinden sich auf Talfahrt. Es wird diese Woche nur eine Richtung geben und diese heißt Süden.

Heizöl und Kraftstoff

Durch den Austritt Griechenlands wird der Euro weiter an Boden verlieren. Zwar fällt im gleichen Zug der Rohölpreis, welche Entwicklung jedoch die stärkere ist, kann erst in zwei bis drei Wochen beantwortet werden. Demnach sollten Käufer von Heizöl abwarten oder zeitnah zuschlagen. Noch befinden sich die Heizölpreise auf einem sehr niedrigen Niveau.