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Gute amerikanische Wirtschaftszahlen stabilisieren den Rohölpreis

5 September 2014

Seit unserem letzten Bericht hat sich der Rohölpreis leicht erholt. Eine klare Tendenz lässt sich jedoch nicht ablesen. Nach dem heftigen Rücksetzer vor zwei Wochen gab es einen starken Aufwärtstrend, der vor allem den starken Wirtschaftszahlen aus den USA Rechnung trägt. Aktuell wird die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI) mit 94,54 US-Dollar an den Börsen gehandelt, das sind knapp zwei US-Dollar mehr als vor zwei Wochen. Auch der europäische Brent Crude, stieg um knapp einen US-Dollar und notiert aktuell bei 102,34 US-Dollar.

Die Zinssenkung der EZB lässt den Rohölpreis kalt

Trotz der Zinssenkung der Europäische Zentralbank ging es mit dem Ölpreis, anders als mit anderen Rohstoffen, leicht bergab. Die Gründe sind zum einen, dass sich die spekulativen Anbieter bereits seit Wochen aus dem Rohölmarkt verabschieden, auf der anderen Seite besteht weiterhin ein großes Überangebot an Rohöl. Zudem warten die Anleger weiter ab, wie sich die Krise in der Ukraine, nach dem Einmarsch der russischen Soldaten entwickelt. Ein militärisches Eingreifen des Westens ist jedoch unwahrscheinlich. Vielmehr unterstützen die Industrienationen die Kriege mit Waffen. In den Irak wurden bereits die ersten deutschen Sturmgewehre und weiteres Kriegsmaterial geliefert. Somit drücken die Kriege nicht mehr auf die Wirtschaft, sondern kurbeln diese an.
Durch die Zinssenkung der EZB, hat sich der US-Dollar nochmals gegenüber dem Euro verteuert, auch dies hemmt die Kauflust auf dem Markt. Die amerikanischen Ölreserven sind auch in den letzten zwei Wochen weiter gesunken, dies lässt auf eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft schließen. Zudem wurden erneut gute Wirtschaftszahlen aus den USA und China vermeldet. Auch Europa möchte, nun sein Wirtschaftswachstum deutlich steigern, und auch der voranschreitenden Deflation im Euroraum entgegenwirken.

Eine eindeutige Richtung, wohin sich der Preis für das Rohöl entwickelt, gibt es jedoch nicht. Eine klare Handelsempfehlung können wir, dadurch nicht aussprechen. Natürlich werden durch die steigenden Wirtschaftsdaten und die beginnende kalte Jahreszeit steigende Preise erwartet, jedoch befinden sich momentan sehr große Ölmengen auf dem Markt. Von einem Lieferengpass oder einer Ölknappheit kann trotz aller geopolitischen Krisen nicht die Rede sein.

Heizöl und Kraftstoff

Verbraucher werden es heute an der Tankstelle feststellen, der Kraftstoffpreis ist durch den starken US-Dollar, kräftig gestiegen. Natürlich haben die Händler, recht drastisch auf die Zinssenkung der EZB reagiert, viel Geld ist in wenigen Stunden in den amerikanischen Markt geflossen. Gerade beim Heizöl sollte man die Entwicklung der nächsten Tage, abwarten. Wer seinen Heizöltank noch nicht befüllt hat – bekommt nun – eine saftige Rechnung von den Versorgern präsentiert. Aber auch die USA werden kein Interesse daran haben den Dollar weiter aufzuwerten, da sie damit ihre Exportwirtschaft abwürgen könnten, somit könnten die Preise trotz des bevorstehenden Winters sinken.