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IEA sorgt sich über einen zu höhen Ölpreis

1 Februar 2013

Der Ölpreis legte in dieser Woche deutlich zu: Die Nordsee-Sorte Brent Crude verteuerte sich um 2,8 Prozent auf 116,60 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,8 Prozent auf 97,66 US-Dollar je Barrel.

Die überraschend schwachen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten wirkten sich kaum auf die Preisentwicklung aus. Das Bruttoinlandsprodukt der USA schrumpfte im vierten Quartal um 0,1 Prozent. Die Marktteilnehmer setzten auf die Ankündigung der US-Notenbank Fed, die ihre expansive Geldpolitik beibehalten wird. Die Fed wird weiterhin Wertpapiere aufkaufen um damit die US-Wirtschaft anzukurbeln.

Ölproduktion der OPEC-Staaten sinkt

Zudem soll die Ölproduktion der OPEC-Staaten den Umfragen von Bloomberg und Reuters zufolge auf ein 15-Monats-Tief von 30,5 Millionen Barrel gesunken sein. Damit liegt die Produktion lediglich 500.000 Barrel pro Tag über dem Zielwert der OPEC. Die Ölproduktion ging insbesondere in Saudi Arabien und Libyen zurück. In Libyen sank die Produktion nach Protesten um 1,1 Millionen Barrel pro Tag. Es bestehen also weiter geopolitische Risiken, insbesondere im Nahen Osten.

IEA besorgt über zu hohen Ölpreis

Die Internationale Energieagentur (IEA) stellte in Aussicht die Prognose für die weltweite Ölnachfrage erneut anzuheben. Erst Anfang Januar wurde die Nachfrage-Prognose um 240.000 Barrel pro Tag erhöht. Zudem äußertes sich der IEA-Chefvolkswirt erstmals seit längerer Zeit wieder besorgt über einen zu hohen Ölpreis.