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Iran warnt Ölstaaten vor Ersatzlieferungen

15 Januar 2012

Nachdem die EU wohl noch im Januar ein Ölembargo gegen den Iran beschließen dürfte, werden die Töne aus Theran an andere Ölstaaten deutlicher. Offensichtlich fürchtet der Iran von anderen Förderländern ersetzt zu werden. Das Land erzielt 70 Prozent seiner Einkünfte durch den Ölexport. So erklärte der Iranische Botschafter Mohammed Ali Chatibi bei der OPEC, das Ersatzlieferungen während des Ölembargos zu unvorhersehbaren Konsequenzen führen könnten. Insbesondere den Golfstaaten riet er sich „weise“ zu entscheiden und kein unnötiges Risiko einzugehen.

Am 23. Januar treffen sich die EU-Außenminister um über das Ölembargo gegen den Iran zu entscheiden. Nach neuen Sanktionen der USA drohen nun auch ausländischen Unternehmen bei Geschäften mit der iranischen Zentralbank empfindliche Strafen.  Die Zentralbank ist für die Abwicklung des gesamten Ölexports zuständig.

Zuletzt drohte der Iran damit die Straße von Hormus zu sperren, durch die etwa 40 Prozent der weltweiten Ölförderung transportiert wird. Diese Drohung könnte bald schon an Wirkung verlieren, denn das Emirat Abu Dhabi kündigte an bis Frühsommer eine Pipeline fertigzustellen, mit der die Straße von Hormus einfach umgangen werden kann. Zudem machten die USA durch die militärische Präsenz deutlich, dass eine Sperrung der Meerenge keinesfalls toleriert werden wird. Wie bekannt wurde sendete US-Präsident Barack Obama in einer Botschaft, dass eine Blockade als Kriegshandlung betrachtet wird.
Bildquelle: Wikipedia