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Ölpreis klettert auf Neun-Monats-Hoch

10 Februar 2013

Die beiden wichtigsten Ölpreise entwickelten sich diese Woche wieder etwas auseinander: Während die Nordsee-Sorte Brent Crude um 2,0 Prozent auf 118,90 US-Dollar anzog, verlor die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) 1,3 Prozent und notierte am Freitagabend vor Börsenschluss bei 96,36 US-Dollar je Barrel. Der Brent-Ölpreis stieg damit auf ein neues Neun-Monats-Hoch – es war der höchste Stand seit Mai vergangenen Jahres.

Am Donnerstag zeigte sich der Ölpreis noch verhalten, nachdem EZB-Chef Mario Draghi sich vorsichtig zur Entwicklung der Konjunktur in der Eurozone äußerte. Die Aussage von Draghi sorgte aber nur kurzfristig für Verkaufsdruck.

Unterstützend wirkten in erster Linie die chinesischen Außenhandelsdaten: Die neuen Zahlen bestätigen, dass die chinesische Wirtschaft wieder an Fahrt aufnimmt. Sowohl die Exporte als auch die Importe legten im Januar kräftig zu. Die zweitgrößte Volkswirtschaft China ist ebenfalls der zweitgrößte Ölverbraucher und im Januar zog die chinesische Nachfrage nach Erdöl noch kräftig an, sodass sich die chinesischen Ölimporte derzeit auf einem Rekordniveau befinden.

Hinzu kommt die gesunkene Erdölproduktion in Saudi-Arabien. Im Januar soll die tatsächliche Fördermenge nur bei 9,05 Millionen Barrel pro Tag gelegen haben und damit nahe des 19-Monats-Tiefs vom Dezember. In der Folge stieg auch der Preis des OPEC-Korbs, bestehend aus 12 Ölsorten. Nach den letzten Berechnungen vom Freitag lag der Preis im Durchschnitt bei 113,67 US-Dollar je Barrel.