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Ölpreis – Situation im Markt ist überaus angespannt

10 April 2016

Mit einem kräftigen Auf und Ab reagierte der Ölpreis auf die widersprüchlichen Nachrichten: Brent Oil schwankte zwischen reichlich 37 und 40 US-Dollar für das Fass, WTI zog mit einer Range von 35 bis 38 US-Dollar nach – eine klare Tendenz ist aktuell nicht abzusehen.

OPEC-Einigung nicht in Sicht

Auch wenn sich die Entscheidungsträger der führenden Rohöl-Prozenten am 17. April treffen, darf nicht von einer richtungsweisenden Einigung zur Drosselung der Förderquote ausgegangen werden – Saudi-Arabien hat im Vorfeld bereits entsprechende Warnungen verkünden lassen. Die Folgen blieben nicht aus, der Ölpreis gab zu Anfang der Woche wieder kräftig nach. Kurz darauf machte eine Nachricht die Runde, dass Saudi-Arabien seine Häfen für iranische Öltanker sperren wolle, Bahrain schloss sich dieser Politik an – ganz offensichtlich soll einem starken Konkurrenten aufgezeigt werden, wo die Grenzen der Öl-Giganten liegen. Für den Ölpreis bedeutete das den Stopp im Abwärtstrend und das Einläuten einer Gegenbewegung.

Die Erholung in der Folge war jedoch in erster Linie den neuen Daten zu den Lagerbeständen in den USA geschuldet: Das US-Energieministerium meldete einen Rückgang um 4,9 Millionen Barrel und damit den stärksten Abbau seit Anfang des Jahres. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Importe zurückgegangen sind und dazu noch die US-Ölproduktion um 14.000 Barrel pro Tag gefallen ist – die USA sind derzeit wieder Netto-Importeure.

Die Aussichten für den Ölpreis: Keine klare Richtung zu erkennen

Allein die letzten Tage haben gezeigt, wie empfindlich der gesamte Markt auf die unterschiedlichen Nachrichten reagiert. Nach dem Anstieg auf 38 US-Dollar für das Fass WTI und 40 US-Dollar für das Barrel Brent kämpft sich der Ölpreis nun seitwärts weiter. Es fehlt ganz einfach die starke Nachfrage aus der Wirtschaft, die dem Preisgefüge Stabilität verleihen könnte. Die Prognosen fallen dementsprechend schwer, Experten sehen erst für 2017 einen Anstieg voraus – sollten aus der Wirtschaft die entscheidenden Impulse kommen.

Allerdings verheißen die vagen Aussagen der FED bislang nichts Gutes, es wurde weder ein Termin noch die Höhe einer eventuellen Zinsanhebung verkündet. Für die Autofahrer und Heizöl-Kunden wiederum verlängert sich die Zeit der niedrigen Preise – ein Ende ist aktuell noch nicht abzusehen. Einige Wirtschaftszweige und die Rohöl produzierenden Länder jedoch sehen sich weiterhin sich vor enorme Herausforderungen gestellt. Nun schaut die Welt auf das Treffen der der Öl-Giganten, das Prinzip Hoffnung sollte aber nicht zu hohen Erwartungen führen – hier kämpft jeder um sein eigenes Überleben.