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Ölpreis – trotz bärischer Impulse stabile Seitwärtsbewegung

2 Oktober 2015

Im schön gleichmäßigen Auf und Ab bewegten sich sowohl Brent als auch WTI in einem Kanal seitwärts – ein Ausbruch ist derzeit auch noch nicht zu erkennen. Dazu ist die Situation zu sehr auf eine Produktionssteigerung ausgelegt, mit der die Produzenten ihre Marktanteile bestenfalls noch ausbauen – bevor das iranische Öl auf den Markt schwemmt.

Die Chartanalyse – trotz Bewegung keine klaren Trends

Die letzten Wochen waren geprägt von einer Seitwärtsbewegung, die bei WTI zuverlässig zwischen knapp 48 und 45 US-Dollar für das Barrel und bei Brent zwischen den Marken 52 und 47 US-Dollar je Barrel pendelte – eindeutige Trends bleiben Fehlanzeige. Die Wichtigen Marken für die nächste Zeit: WTI sollte bei reichlich 46 US-Dollar je Barrel auf einen Widerstand stoßen, der den Weg auf 48 und in der Folge sogar 50 US-Dollar für das Fass freigeben könnte. Eine Abwärtsbewegung dürfte bei 43 US-Dollar je Barrel gebremst werden, werden diese allerdings durchbrochen, droht der Einbruch auf einen Ölpreis von 41 US-Dollar für das Fass WTI. Brent hingegen könnte auf mehr als 52 US-Dollar je Barrel steigen, wenn die 49 US-Dollar-Marke nachhaltig gerissen wird. Fällt es hingegen unter 47 US-Dollar je Barrel, steht dem weiteren Abstieg auf 46 und in der Folge 43 US-Dollar für das Fass nicht mehr viel entgegen.

Schwacher Hoffnungsschimmer – ausgerechnet aus China

Angesichts der vollen US-Lager und der stetigen Produktionssteigerung in den OPEC-Ländern, allen voran der Irak, steht ein Überangebot zu befürchten, kommt im nächsten Jahre das iranische Öl auch noch auf den Markt. Die diesen Daten trotzende Stabilität im Ölpreis lässt sich auf eine Meldung aus China zurückführen: Das Statistikamt hat den September-Stand des Indikators für die Stimmung in der Industrie Chinas herausgegeben, mit 49,8 Punkten konnte dieser im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte zulegen. Auch wenn diese Steigerung zunächst marginal erscheint, leiten die Märkte daraus die Tendenz zur Stabilisierung ab, nachdem die letzten Monate von enttäuschenden Zahlen geprägt waren – und die Notierung für Rohöl immer wieder unter Druck gesetzt hatten.

Prognose: Verhaltener Optimismus

Auch wenn sich aus der Chartanalyse keine eindeutigen Trends ableiten lassen, könnte diese Stabilisierung eine kleine Bewegung auslösen – auch über die letzten Tageshochs hinaus. In der Konsequenz wären Shorteindeckungen zu erwarten, um Gewinne zu realisieren. So lange aus der Weltwirtschaft keine eindeutigen Signale kommen, dürfte es beim Ölpreis in aller Konsequenz weiter seitwärts gehen.