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Ölpreise noch unentschieden – das große Warten auf die OPEC

21 Oktober 2016

Sie dümpeln vor sich hin und können sich nicht für eine Richtung entscheiden: Die Ölpreise bewegen sich seitwärts, bis zur nächsten OPEC-Sitzung wird sich daran wohl nicht viel ändern. Was kommt auf Autofahrer und Heizöl-Bezieher also zu?

Uneinheitliche Marktsignale verstärken Seitwärtsbewegung

Auch wenn die Lagerbestände in den USA immer wieder das Zünglein an der Waage sind, ließen sie in den letzten Tagen keine eindeutigen Schlüsse zu – der Markt nahm es noch positiv auf. An der grundsätzlichen Wartehaltung hat sich also nichts geändert, alles blickt auf die OPEC: Können sich die Mitgliedsstaaten auf eine Verteilung der Produktionsbegrenzung einigen oder nicht? Die grundsätzliche Übereinstimmung in puncto Notwendigkeit von marktstabilisierenden Maßnahmen war schon erreicht worden, allerdings fehlt noch die konkrete Ausgestaltung – und da wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

Lassen sich die Ölproduzenten nämlich nicht auf eine Begrenzung ein, dürfte das aktuelle Ölpreisniveau wieder in sich zusammenfallen. Dieser Meinung waren auch die Analysten, die sich während der „Oil and Money“-Konferenz in London zu den wahrscheinlichen Entwicklungen im kommenden Jahr ausgetauscht haben. Sie erwarten demnach einen Ölpreis zwischen 50 und 60 US-Dollar für das Barrel, ohne dass dabei Angebotsausfälle eingepreist wären. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet, da diese Ölpreise Investitionen in die Produktionsinfrastruktur durchaus zulassen würden.

Eine weitere Komponente für den Ölpreis: US-Fracking

Das aktuelle Preisniveau würde nach Expertenmeinung bereits die Begrenzung der Produktion in den OPEC-Staaten widerspiegeln – zumindest zu einem großen Teil. Gleichzeitig drängen die US-amerikanischen Fracking-Unternehmen auf den Ölmarkt: Wie Pioneer Natural Resources verlautbaren ließ, gibt es hier noch Luft nach oben – zumal die Schieferöl-Förderung bereits bei 40 US-Dollar pro Barrel rentabel wäre, teilweise sogar auch schon darunter. So ließe sich die Produktion im nächsten Jahr auf 300.000 Barrel pro Tag hochfahren. Dazu kommen neue Bohr-Technologien, nämlich die horizontale Bohrung, die die Förderung insgesamt rentabler mache. Unter dem Strich lässt sich ableiten, zunächst scheint es keine kräftigen Impulse für den Ölpreis zu geben.

Die Charts – wichtige Signale beachten

Für Brent, das aktuell bei 51 US-Dollar je Barrel und damit auf der Unterstützungslinie notiert, liegt der Widerstand bei rund 53 US-Dollar je Barrel. Sollte der Preis auf 50 oder weniger US-Dollar für das Fass zurückgehen, ergeben sich gute Kaufgelegenheiten. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei WTI, das sich jüngst auf knapp 53 US-Dollar je Barrel erholen konnte, sich nun aber wieder bei 50 US-Dollar seitwärts bewegt.