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Rohöl kämpft an der 80 US Dollar Marke

31 Oktober 2014

Der Rohölpreis kämpft um die psychologisch wichtige Marke von 80 US Dollar pro Barrel. Hatte sich der Rohölkurs letzte Woche noch leicht erholt, wobei die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI) über die 82 US Dollar Marke sprang und der europäische Brent Crude an der 87 US Dollar Marke kratzte, setzte sich diese Woche die Talfahrt fort. Aktuell notiert der amerikanische Western Texas Intermediate (WTI) bei 80,25 US Doller der Brent Crude kann noch die 86 US Dollar Marke knacken.

US Notenbank stellt die Anleihenankäufe ein und drückt den Rohölpreis

Am Mittwoch, dem 29.10.2014 gab die amerikanische Notenbank FED bekannt, den Ankauf von Staatsanleihen einzustellen und sorgte damit für reichlich Turbulenzen auf dem Rohstoffmarkt. Auch das Rohöl blieb davon nicht verschont und setzte seine Fahrt in südliche Richtung fort. Aber dies war nicht der einzige Grund. Die OPEC flutet weiter den ohnehin schon gut gefüllten Markt mit Rohöl. Zudem hemmt der starke US Dollar die Kaufbereitschaft bei den Verbrauchern. Besonders die USA und Russland bekommen dies zu spüren. Denn beide Nationen betreiben viel Aufwand, um das schwarze Gold zu fördern. Besonders, dass von den amerikanischen Firmen betriebenen Fracking, ist sehr kostenintensiv und ab einer Marke von 75 US Dollar unrentabel.

Im Intercontinental Exchange stiegen die Preise für die Vorauszahlungen für Dezember und Januar leicht. Jedoch rechnen die Experten mit einem weiteren Tiefschlag für das Rohöl. So gehen allein 40 Prozent, der wichtigsten 30 Analysten für Rohstoffe an der Wall Street, von fallenden Preisen aus. Sollte die Marke von 79 US Dollar beim Western Texas Intermediate (WTI) geknackt werden, gibt es nach den Meinungen der Analysten, kein Halten mehr. Selbst ein Preis von 60 US Dollar pro Barrel scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Das würde in erster Linie Russland sehr hart treffen, denn dann gerät das Jahresbudget des größten Staates der Erde in große Bedrängnis. Während die amerikanischen Raffinerien, die zum Großteil in Staatsbesitz sind – Verluste einfahren – werden sie gleichzeitig aber auch mit dem günstigen Öl die Binnenwirtschaft ankurbeln. Denn noch immer ist Amerika das Land mit dem höchsten Ölverbrauch.

Wir empfehlen den Anlegern vorsichtig zu agieren. Es gibt klare Short Signale, jedoch stehen nächste Woche die wichtigen Quartalszahlen aus China an. Sollte sich die Wirtschaft dort besser entwickeln als vorausgesagt kann der Kurs ohne weiteres drehen.

Heizöl und Kraftstoff

Der steigende Dollar Kurs trübt etwas den günstigen Preis des Rohöls und so verändern sich die Kosten für das Tanken kaum. Heizöl liegt jedoch immer noch unter der Marke von 80 Euro pro 100 Liter. Wer noch nicht für den Winter vorgesorgt hat, sollte jetzt tanken.