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Rohöl nähert sich dem Rekordtief

4 Oktober 2014

Der Rohölpreis auf dem Weltmarkt setzt weiterhin seine Talfahrt fort. Dies, obwohl ein Krieg in einer der größten Ölförderregionen der Welt herrscht. Die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI) notiert aktuell bei 91,45 US Dollar pro Barrel und damit nur etwas leichter als bei unserem letzten Bericht. Dramatischer sieht der Preisverfall beim europäische Brent Crude, das europäische Öl wird aktuell mit 93,70 US Dollar gehandelt und somit erneut um 3 US Dollar in den letzten zwei Wochen gefallen ist.

Die OPEC und die das amerikanische Schieferöl drücken den Rohölkurs

Besonders das der europäische Brent Crude steht durch das Überangebot am Markt gewaltig unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor er satte 14 Prozent und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Aber auch die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI) verliert weiter an Boden. Im Verlauf der letzten Wochen kratze der WTI mehrmals an der Marke von 88 US Dollar pro Barrel und näherte sich seinem Zwei-Jahrestief.

Der WTI bekam kurze Unterstützung, durch den wöchentlichen Energiebericht aus den USA, demnach haben sich die Lagerbestände um 1,4 Millionen Barrel verringert. Fast Gleichzeitig drückte jedoch die US-Energiebehörde auf die Euphoriebremse bei den Bullen am Markt. Denn sie gab bekannt, dass die USA in diesem Jahr, die höchste Förderquote seit 40 Jahren durchbrechen wird. Somit wird in den USA aktuell mehr Rohöl gefördert als Verbraucht wird.

Unterstützung könnte der Rohölpreis von der OPEC erhalten. Das arabische Kartell könnte ihre Förderquote senken. Dies hat das Kartell, in der Vergangenheit immer wieder getan, um den Rohölpreis zu stabilisieren. Jedoch tritt genau das Gegenteil ein die OPEC senkte die Preise für ihre Kunden. Damit will sie mit aller Macht ihre Marktanteile halten.
Es gibt also wenige Argumente noch in diesem Jahr einen steigenden Ölpreis zu erhoffen. Bullische Anleger sollten sich nicht am letzten Strohhalm festhalten. Ein steigender Preis ist trotz des Krieges im Irak und des einsetzenden Winters in vielen Industriestaaten in naher Zukunft nicht mehr zu erwarten. Wir raten unseren Anlegern deshalb, den Bären zu folgen und bei ETF’s und CFT’s auf einen fallenden Kurs zu setzen.

Heizöl und Kraftstoff

Wer täglich tankt wir feststellen, dass von einem fallenden Preis, nicht die Rede sein kann. Dies liegt daran, dass die Kraftstoffpreise in Euro bezahlt werden, Rohöl jedoch in US Dollar gehandelt wird. In den letzten zwei Monaten hat der Euro gegenüber dem Dollar knapp 10 Cent verloren, dies gleicht die fallenden Rohölpreise mehr als aus.
Dasselbe gilt für das Heizöl. Zwar ist hier die Situation weiter gut, denn der Preis bewegt sich stabil um die 80 Euro pro 100 Liter, sollte der Euro weiterhin so dramatisch an Boden verlieren ist ein Anstieg der Preise unvermeidlich.