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Sorge vor iranischer Seeblockade wächst

31 Dezember 2011

Der Ölpreis schloss am Abend bei niedrigen Umsätzen nahezu unverändert. Die Sorten Brent mit 107,61 Dollar und WTI mit 99,49 Dollar pro Barrel kosteten etwa so viel wie am Vortag.
Während eine iranische Seeblockade der Straße von Hormus ein wichtiges Fördergebiet von den Weltmärkten abschneiden könnte, steigen die US-Rohölvorräte deutlich an. Für europäische Anleger wird Rohöl durch den schwachen Euro zudem unattraktiver.

Deutlicher Anstieg der US-Ölbestände

Der Branchenverband API meldete überraschend einen deutlichen Anstieg der US-Rohölvorräte auf 9,6 Millionen Barrel. Diese Zahlen gelten für Händler und Analysten als verlässlicher Indikator für die Energie-Nachfrage in den USA. Daraus wiederrum werden Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung erstellt.

„Im Moment belastet der starke Anstieg der US-Rohölvorräte und der schwache Euro“, erklärte Ken Hasegawa vom Brokerhaus Newedge in Tokyo.

Iran droht mit Blockade der Straße von  Hormus


Die Meerenge ist an der schmalsten Stelle nur 54km breit.

Im Konflikt zwischen dem Iran und den westlichen Staaten mehren sich die Anzeichen für eine Eskalation. Ein iranischer Marinekommandeur erklärte, die bedeutende Straße von Hormus zu sperren sei leichter als ein Glas Wasser zu trinken.

Seit Weihnachten halten iranische Streitkräfte dort ein Manöver ab. Im Fall einer Sperrung wäre eines der wichtigsten Ölfördergebiete von den Märkten abgeschnitten – etwa ein Fünftel der Ölproduktion muss die Straße von Hormus passieren. Die in Bahrain stationierte US-Marine erklärte bereits: „Es wird keine Unterbrechung geduldet“.

Bildquelle: Wikipedia