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Sorgen um Spanien halten Ölpreis unter $100

9 Juni 2012

Die Rohölnotierungen bewegten sich in dieser Woche seitwärts: Die Sorte Brent kostete am Freitag vor Börsenschluss 99,10 US-Dollar je Barrel und die US-Sorte Western Texas Intermediate war mit 84,72 US-Dollar je Barrel bewertet.

China: Leitzinssenkung nur mit kurzer Wirkung

Die Wirkung der überraschenden Leitzinssenkung in China zur Mitte der Woche verpuffte rasch wieder. Denn Hoffnungen die amerikanische Notenbank Fed würde den Geldhahn ebenfalls öffnen, wurden enttäuscht. Ben Bernanke warnte zudem vor Gefahren im nächsten Jahr, dann laufen nämlich Steuervergünstigungen aus und gleichzeitig treten Ausgabenkürzungen in Kraft. Insgesamt habe dies das Potential die US-Wirtschaft kurzfristig um 3 bis 5 Prozent zu schwächen.

Spaniens Banken benötigen bis zu 100 Milliarden Euro

Zum Wochenausgang beherrschten Sorgen um die spanischen Banken das Marktgeschehen. Es verdichten sich die Zeichen, dass Spanien die Hilfe aus dem Rettungsschirm annehmen wird um den Bankensektor zu sanieren. Die Rating-Agentur Fitch gab bei der jüngsten Bonitätsherabstufung den Kapitalbedarf der spanischen Banken mit 60 bis 100 Milliarden Euro an um die Immobiliengeschäfte abzusichern.

Saudi-Arabien könnte Ölförderung drosseln

Wie Saudi-Arabien mitteilte wird das derzeitige Preisniveau um 100 US-Dollar als nachhaltig angesehen, eine Drosselung der Ölförderung gilt daher als möglich. Derzeit befindet sich die Förderung mit 10 Millionen Barrel pro Tag auf dem höchsten Niveau seit 30 Jahren. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte unterdessen dafür, dass auch Ölpreise um 100 Dollar je Barrel noch gefährlich für die derzeitige Weltwirtschaftskonjunktur sein könnten.