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Starke Konjunkturdaten und leere US-Lager befeuern den Rohölpreis

30 Mai 2014

Die amerikanische Sorte Western Texas Intermediate (WTI) ist um zwei USD geklettert und kostet derzeit 103,24 USD. Auch für den europäischen Brent Crude ging es aufwärts, er durchbrach die Marke von 110 Dollar und notiert momentan bei 110,15 USD.

Für den Anstieg gab es gleich mehrere Gründe. Zuerst gab China erfreuliche Meldungen, denn der Einkaufsmanagerindex ist angestiegen und befindet sich auf dem Jahreshöchststand. Zudem haben die Lagerbestände in den USA schneller abgenommen, als zu erwarten war. Es gab jedoch keinen höheren Verbrauch, sondern rückläufige Ölimporte. Natürlich spielte auch der Wahlausgang in der Ukraine eine Rolle. Nach der Tolerierung der Wahl durch die russische Regierung und der damit verbundenen Beruhigung der geopolitischen Lage, löste sich der Druck auf den Rohölpreis.

Interessante Aussichten auf dem Futuremarkt für Rohöl

Da es diese Woche bedingt durch die Feiertage in Europa und den USA relativ ruhig auf dem Handelsparkett zuging, schauen wir und die Zukunftsaussichten des Ölpreises etwas genauer an.

Aufgrund der geringen Lagerbestände in den vereinigten Staaten wird davon ausgegangen, dass sie bald aufgefrischt werden müssen. Dies zeigt der Preis für die Juni und Julikontrakte deutlich, denn beide bewegen sich um die 110 Dollar pro Barrel Brent Crude. Die Schlussfolgerung ist, dass nicht von einer großen Preisänderung in den kommenden Monaten ausgegangen wird. Wird jetzt jedoch ein Barral Brent Crude für Juni 2018 vorbestellt, so kostet das Fass der Nordseesorte unter 90 USD, was einem Preisrückgang von knapp 20 Prozent entspricht. Die Gründe liegen hier vor allem beim Fracking, also der Gewinnung von Rohöl aus tieferen Gesteinsschichten.

Die USA fördert durch diese Methode schon mehr Rohöl als in den siebziger Jahren. Der Ausbau der Anlagen ist stark steigend und wird von der Regierung finanziell unterstützt. So wird sich die größte Volkswirtschaft der Welt, in Zukunft selbst mit dem schwarzen Gold versorgen.

In Europa werden befeuert durch die Krise in der Ukraine die Rufe immer lauter, die Regelungen für das Fracking zu lockern. Zusätzlich wird der Ausbau der regenerativen Energiequellen immer weiter vorangetrieben.

Anleger, die bei Langzeitzertifikaten auf einen fallenden Rohölkurs setzen, können in Zukunft große Gewinne einfahren. Der im Moment bullische Markt wird sich nicht in jedem Fall halten können, und die Bären werden schon bald ihr Futter bekommen.

Heizöl und Kraftstoff

Der Heizölpreis liegt seit beginn des Jahres praktisch auf dem gleichen Niveau. Die Schwankungen haben weniger als einen Euro pro 100 Liter betragen. Trotz des hohen Ölpreises und eines Anstiegs des US-Dollars ist auch in den nächsten Wochen nicht von einer signifikanten Preisänderung auszugehen.
Auch die Kraftstoffpreise werden in den der kommenden Woche kaum Änderungen erfahren. Fahrzeughalter können beruhigt tanken, denn große Preisänderungen wird es nicht geben.