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Starke Wirtschaftszahlen lassen Rohöl massiv steigen

6 Februar 2015

Über ein halbes Jahr kannte der Rohölpreis nur eine Richtung, das schwarze Gold segelte wie fast alle Rohstoffe Richtung Süden. Nach dem Tod des saudischen Königs konnte sich der Preis stabilisieren. Vergangenen Montag gab es dann zur Überraschung eine wahre der Trendwende. Rohöl stieg in der Spitze um bis zu zehn Prozent. Aktuell wird der europäische Brent Crude mit 58.45 US Dollar gehandelt. Die amerikanische Ölsorte Western Texas Intermediate (WTI) legte auf 51.43 US Dollar zu.

US-Raffinerien fordern einheitlichen Tarifvertrag

Erstmals seit 35 Jahren hat die US-Gewerkschaft United Steelworkers, zum Steik in den amerikanischen Raffinerien aufgerufen. US-Gewerkschaft United Steelworkers vertritt 63 Raffinerien in welchen knapp zweidrittel aller Rohölprodukte in den USA hergestellt werden. Die Mitarbeiter fordern einen einheitlichen Tarifvertrag, zu groß ist das Gehaltsgefälle in den verschieden Regionen. Die extrem gut gefüllten US-Öllager nehmen dadurch natürlich nicht ab. Vielmehr, ging ein das Gerücht über das Handelsparkett, dass die Preise schnell wieder anziehen werden und beflügelten den Kurs. Ganz unberechtigt sind diese Hoffnungen nicht, gab es doch erfreuliche Meldung vom Wirtschaftindex in Europa. Besonders die deutsche Industrie legte hervorragende Zahlen vor. Zudem verbuchte der US-Stellenmarkt, ein Plus von 149.000 Beschäftigen in den letzten beiden Monaten, damit besteht in den USA faktisch eine Vollbeschäftigung. Die Formel der Bösianer ist einfach aber logisch. Brummt die Wirtschaft steigen die Rohstoffpreise, die Stimmung unter den Händelern ist extrem optimistisch.

Saudi-Arabien unterbreitet Russland ein Angebot

Saudi-Arabien der führende Opec-Staat ist bereit seine Förderquote für Rohöl zu senken. Bereits in den letzten Monaten sind zahlreiche Verhandlungen mit der Putin Regierung geführt werden. Im Kern geht es darum, dass Russland seine Waffenleiferungen nachSyrien stoppen soll. Zudem verlangen die Saudis ein offizieles Statement, dass Russland die Zusammenarbeit mit dem der von Baschar al-Assad geführten Regierung beendet. Das Durchhaltevermögen der russischen Regierung ist bekannt. Diese schrecken nicht vor Sanktionen zurück. Ein steigender Ölpreis könnte auch den Rubel wieder stabilisieren. Wahrscheinlich ist dieses Szenario nicht, aber allein die Vermutung befeurte den Ölpreis zusätzlich.

Fakt ist, dass sich die Lage auf dem Rohölmarkt wenig geändert hat und weiterhin ein großer Überschuss auf dem Markt besteht. Zudem haben die Industrinationen in der Niedrigpreisphase ihre Lager gefüllt. Der Markt kann sich demnach ganz schnell wieder drehen. Deshalb sollten Trader vorsichtig handeln und nur mit kleinem Hebel arbeiten.

Heizöl und Kraftstoff

Freuen können sich all diejenigen, welche ihre Heizöltanks vor dem Jahreswechsel befüllt haben. Denn der starke Dollar und die Erholung der Rohölpreises schlagen sich natürlich auf dem Markt wieder. Trotzdem sind die Preise noch unter dem gemittelten Fünfjahresniveau.