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US-Ölvorräte wachsen überraschend an

6 Januar 2012

Der Ölpreis verbilligte sich diese Woche weiter, die Sorte WTI kostete 101,65 US-Dollar pro Barrel. Als Grund werden überraschend hohe Rohölbestände in den USA genannt.

Die US-Energieinformationsbehörde EIA hatte gemeldet, dass die Bestände in der letzten Woche um 2,2 Millionen Barrel auf 329,7 Millionen Barrel angewachsen sind. In den letzten Wochen konnte sich der Ölpreis noch auf sinkende Vorräte stützen.

Außerdem sorgt die weiterhin schwellende Schuldenkrise in Europa für Verunsicherung, besonders die mögliche Staatspleite in Ungarn.

Iran droht mit Sperrung des Öltransports

Nachdem sich nun die EU dem US-Ölembargo gegen den Iran angeschlossen hat, werden die Drohungen aus Teheran schärfer, es geht um die Sperrung der Straße von Hormus. Auch China hat eine Drosselung der Ölimporte aus dem Iran zugestimmt und Japan erwägt ebenfalls das Embargo zu unterstützen. Zusammen stehen EU, China und Japan für die Hälfte der iranischen Ölexporte.

Falls die iranische Marine die Straße von Hormus tatsächlich blockieren sollte, wird der Ölpreis wahrscheinlich weiter anziehen. Die USA demonstrieren aber durch die militärische Präsenz vor Ort, dass sie eine Blockade keinesfalls zulassen werden. Schließlich wird durch die Meerenge bis zu 25 % der globalen Ölförderung transportiert.

Streik in Nigeria möglich

In Nigeria droht durch einen Streik gegen die Streichung der Kraftstoffsubventionen ein Rückgang der Ölexporte. Das Land gilt als größter Ölproduzent auf dem afrikanischen Kontinent.