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Ölpreis belastet zunehmend die Wirtschaft

25 Februar 2012

Auch diese Woche legte der Ölpreis wieder kräftig zu: Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 3,3 Prozent und notierte zum Wochenschluss am Freitagabend bei 123,70 USD pro Barrel. Die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) legte sogar um 4,1 Prozent zu und notierte bei 108,16 USD pro Barrel.

Hintergrund ist eine weitere Verschärfung des Iran-Konflikts. Am vergangenen Sonntag kündigte die iranische Regierung in Teheran an, die Öllieferungen an Frankreich und Großbritannien einzustellen. Damit kommt der Iran dem  Ölembargo der EU zuvor, das ab 1. Juli 2012 in Kraft treten soll. Auch der zweitgrößte Abnehmer Japan will laut Medienberichten seine Ölimporte aus dem Iran um 20 Prozent, statt wie bislang angekündigt um 10 Prozent reduzieren.

Die reduzierten Ölexporte des Irans sollen von anderen Produzenten wie Saudi-Arabien kompensiert werden. Während Saudi-Arabien im Januar noch 7,5 Millionen Barrel pro Tag exportierte, soll diese Menge  in den vergangenen Wochen auf 9 Millionen Barrel pro Tag gestiegen sein.

Unterdessen sehen Ökonomen im hohen Ölpreis eine Gefährdung der wirtschaftlichen Entwicklung. „Der Iran kann der Weltwirtschaft offensichtlich einen großen Schaden zufügen“, teilte US-Finanzminister Timothy Geithner mit. „Wir arbeiten nachdrücklich daran, dieses Risiko zu minimieren, indem wir sichergehen, dass Lieferanten wie Saudi-Arabien die reduzierten Exporte des Iran kompensieren.“ Zudem stehen vielen Ländern noch strategische Reserven zur Verfügung, die bei Bedarf angezapft werden können.