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Ölpreis leicht gesunken – Iran-Konflikt beherrscht weiter den Markt

3 März 2012

Der Ölpreis entwickelte sich diese Woche leicht abwärts: Western Texas Intermediate (WTI) notierte am Freitagabend bei 106,63 USD pro Barrel – 2,8 Prozent niedriger als in der Vorwoche. Die Nordsee-Sorte Brent notierte zum Wochenschluss am Freitag bei 123,90 USD pro Barrel und damit 1,1 Prozent im Minus.

Saudi-Arabien dementiert Pipeline-Explosion

Nachdem am Donnerstag iranische Medienberichte über eine Explosion an einer Ölpipeline in Saudi-Arabien für Aufsehen gesorgt hatten, zogen die Kurse kurzfristig an. Schließlich dementierte die Regierung in Saudi-Arabien die Berichte und beruhigte so den Markt.

Hoher Ölpreis dämpft die Wirtschaft

Dennoch verteurte sich Rohöl seit Jahresbeginn um 15 Prozent und dadurch steigt auch die Sorge, dass die hohen Ölpreise zu einer Gefahr für die weltweite Konjunkturentwicklung werden. „Der Ölpreis ist der derzeit größte Risikofaktor für die Weltwirtschaft“, sagt  der Chefvolkswirt bei MerckFinck Josef Kaesmeier. Denn die Euro-Zone steht vor einer Rezession, der Aufschwung in Amerika gilt, auch durch die hohe Verschuldung, als unsicher und China hat selbst mit diversen Problemen zu kämpfen. Nichtzuletzt dämpfen steigende Benzinpreise den privaten Konsum.

Alles hängt vom Iran-Konflikt ab

Zudem wird vor einer weiteren Zuspitzung im Iran-Konflikt gewarnt: „Sollte die Diskussion um das iranische Atomprogramm weiter eskalieren und sich in dieser Region eine kriegerische Auseinandersetzung entwickeln, dann wäre ein Ölpreisanstieg auf 200 Dollar nicht unwahrscheinlich“, sagte etwa Jens Herdack von der Weberbank.