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Ölpreis uneinheitlich: WTI steigt – Brent fällt

21 April 2012

Die Ölpreise zeigten sich in dieser Woche uneinheitlich: Während die US-Sorte Western Texas Intermediate (WTI) leicht um 0,6 Prozent auf 103,98 US-Dollar pro Barrel am Freitagabend zulegte, entspannte sich der Preis bei der Nordsee-Sorte Brent Crude. Ein Barrel kostete hier zum Börsenschluss am Freitag 118,80 US-Dollar je Barrel und damit 2,2 Prozent weniger als eine Woche zuvor.

Als Grund für die gegenläufige Entwicklung wird zum einen die Entspannung im Iran-Konflikt und damit den Abbau der Risikoprämie gesehen, zum anderen entwickelt sich die europäische Wirtschaft im internationalen Vergleich deutlich schlechter. Kurz vor dem Wochenende legte Brent Crude aber noch einmal leicht zu, da der ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet ausfiel. Dieser Frühindikator gibt Hinweise auf die Konjunktur in den wichtigsten Volkswirtschaften Europas und damit indirekt auf die künftige Nachfrage nach Rohöl.

Am Mittwoche veröffentliche das US-Energieministerium den Lagerbericht der Vorwoche: Demnach stiegen die Vorräte um 3,86 Millionen Barrel. „Der Trend zum Aufbau von Lagervorräten ist vorhanden. Aber wir haben noch keinen dramatischen Rückgang bei den Notierungen“, sagte Jonathan Barratt in Sydney. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass die OPEC ihre Fördermenge zuletzt stetig ausgebaut hatte. Die Konjunkturdaten fielen jedoch schlechter aus als erwartet: So sank die Zahl der Wohnungsbaustarts im März von 698.000 auf 654.000. Die vom Nachrichtensender Bloomberg befragten Analysten hatten im Konsens mit einem Anstieg auf 700.000 Baubeginne gerechnet.