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Ölpreis zeigt sich uneinheitlich

30 Januar 2012

Die Ölpreise zeigten sich in der letzten Woche uneinheitlich. Trotz der Drohung des Iran, die Ölexporte an die Europäische Union bereits vor dem Einsetzen des Embargos am 1. Juli zu stoppen bleibt der Ölpreis davon weitgehend unberührt. Offenbar glauben die Marktteilnehmer nicht daran, da die Einnahmen aus dem Ölgeschäft für den Iran von großer Bedeutung sind.

Auch nachdem viele andere Rohstoffe am Mittwoch nach der Fed-Sitzung stiegen, blieb der Ölpreis davon recht unbeeindruckt. Die Fed hatte die expansive Geldpolitik nochmals gelockert und garantiert den niedrigen Zinssatz nun bis Ende 2014 anstatt bis Mitte 2013.Die veröffentlichten Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt fielen jedoch schwächer als erwartet aus, was auf den Ölpreis drückt.

Das größte Risiko für die Weltkonjunktur wird aber weiterhin in Europa gesehen. Es gibt „die Furcht, dass eine von der EU ausgehende Rezession droht.“, sagte Öl-Experte Victor Shum von der Beratungsfirma Purvin & Gertz.

Zum Wochenbeginn ging der Ölpreis wieder etwas zurück, was an einem stärkeren Dollar liegen dürfte. „Die allgemeine Marktstimmung in Form von fallenden Aktienmärkten und eines festeren US-Dollars sind ein Grund für die negative Tendenz“, fassten die Rohstoff-Experten der Commerzbank zusammen.

Der Iran hat unterdessen noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob die Ölexporte in die Europäische Union frühzeitig gestoppt werden. Das sorgte für Entspannung, da so keine Verknappung am Ölmarkt zu erwarten ist.