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Preisdifferenz seit Jahresbeginn verdoppelt

4 Februar 2012

Während sich die Nordsee-Rohölsorte Brent diese Woche um 1,5 Prozent auf 113,30 US-Dollar pro Barrel verteurt, wurde die US-Rohölsorte Western Texas Intermediate (WTI) um 2,9 Prozent billiger und notierte zum Wochenschlusskurs am Freitagabend deutlich unter der 100-Dollar-Marke bei 97,18 US-Dollar pro Barrel.

Preisdifferenz verdoppelt sich seit Jahresbeginn

Damit vergrößert sich die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten weiter. „Die Verdopplung der Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten auf 16 Dollar je Barrel seit Jahresbeginn ist größtenteils auf die Risikoprämie zurückzuführen, welche den Brentpreis erhöht“, kommentierten die Rohstoff-Experten der Commerzbank. Der Preis für die Rohölsorte WTI wird von einem Überangebot auf dem amerikanischen Markt belastet. Der WTI-Preis wäre ein guter Anhaltspunkt wie hoch Brent ohne geopolitische Risiken notieren würde. „Denn ein Überangebot besteht auch global“, so die Experten.

Iran droht EU und USA mit Vergeltung

Der geistliche Führer der islamischen Republik Iran, Ajatollah Ali Chamenei, drohte am Freitag der Europäischen Union und den USA mit Vergeltung für das Ölembargo gegen den Iran. „Wir haben unsere eigene Drohung, die wir zu gegebener Zeit umsetzten könen“, sagte er. Damit könnte unter anderem die Sperrung der Straße von Hormus gemeint sein, durch diese Meerenge werden etwa 20 Prozent des weltweit verschifften Öls transportiert.

Mexiko, Saudi-Arabien und Russland erwarten Ölpreis von 111 Dollar

Laut einer Studie der Strategieberatung Roland Berger, erwarten die drei Ölexporteure Mexiko, Saudi-Arabien und Russland für 2012 einen Durchschnittsölpreis von 111 Dollar – das würde einen 15-prozentigen Preisantieg zum Vorjahr bedeuten.

Im Vergleich zu den Prognosen des NYMEX Energy Information Service und der Internationalen Energieagentur, waren die Schätzungen der drei Exporteure in der Vergangenheit deutlich besser.